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02.03.2016

Konfliktkompetenz für Führungskräfte



Wenn firmenintern der Konflikt droht, lohnt es sich für Führungskräfte genauer hinzuschauen, um Möglichkeiten zur Konfliktlösung zu finden. Denn Konflikt ist nicht gleich Konflikt – die Konfliktkompetenz entscheidet über die zutreffende Analyse des Konflikttyps. Der Schlüssel liegt im genauen Beobachten und Auswerten der Situation. Welche Schritte dazu nötig sind, zeigt Gunther Wolf, Experte für Konfliktmanagement, in seinem aktuellen Buch.

Führungskräfte setzen beim Konfliktmanagement am besten auf die Psychologie. Mit einer rein vernunftbasierten Herangehensweise ist der Erfolg in vielen Fällen nicht sicher. Die emotionale Ebene verspricht größeren Nutzen, hält allerdings auch Herausforderungen bereit.

Konfliktkompetenz: Emotion entscheidet


Entgegen der gesellschaftlichen Konvention lohnt sich der Zugriff auf den emotionalen Bereich. Führungskräfte in Unternehmen sollten diesen Schritt wagen, auch oder gerade wenn der Konflikt seit Längerem besteht und bereits weite Kreise gezogen hat.

Die meisten Konflikte finden ab einem gewissen Zeitraum auf einer irrationalen Ebene statt. Mit der Folge, dass nach Erkennen der Konfliktsignale ein produktiver Umgang auch auf dieser Ebene einsetzen muss.


Konfliktkompetenz für Führungskräfte


Wolf, Gunther: Konflikte verlustarm managen. Short Method. Hamburg: quayou Verlag 2015. ISBN EPUB: 978-3-95836-625-1, ISBN PDF: 978-3-95836-125-6. → bei Amazon bestellen


Hinschauen, aufnehmen und auswerten


Das Erkennen der Konfliktsymptome entscheidet über den weiteren Verlauf. Genauigkeit tut not, auch vermeintliche kleinere Unregelmäßigkeiten im Miteinander der Belegschaft bedürfen der Aufmerksamkeit der Führungskräfte.

An drei Symptomen potentiell Betroffener lässt sich eine Konfliktsituation festmachen: Flucht, Deckung und Angriff. Gestik und Mimik der Mitarbeiter verraten diese Regungen. Nun gilt es, die eigene Konfliktkompetenz unter Beweis zu stellen. Hierzu orientiert sich die Konfliktanalyse am sogenannten Konflikttyp.

Beispiel für angewandte Konfliktkompetenz


Bei den vier häufigsten Konflikttypen handelt es sich um Ziel-, Bewertungs-, Maßnahmen- und Verteilungskonflikte. Sie haben alle einen sachlichen Ursprung, werden aber in vielen Fällen von den Betroffenen ins Persönliche d.h. Emotionale abgebogen. Konfliktkompetenz bedeutet, konfliktbegünstigende Umstände zu erkennen und entsprechend zu handeln.

Beispiel: Ein Verteilungskonflikt kann entstehen, wenn lediglich begrenzte Mittel zur Verfügung stehen, diese von beiden Seiten beansprucht werden und eine gemeinsame Nutzung ausgeschlossen wird. Die Beteiligten schildern zwar die Lage sachlich, da jedoch ihre zwischenmenschliche Beziehung gestört ist, scheitert eine sachliche Kommunikation bereits im Ansatz. Das bedeutet in der Analyse: Nicht die Sache ist das eigentliche Problem, sondern das Verhältnis zwischen den Mitarbeitern.

Angemessene Einordnung der Konflikte


Bei den übrigen Konflikttypen überwiegt der sachliche Aspekt. Entsprechend unaufgeregt sollte auch die Analyse ausfallen. Der Zielkonflikt etwa kann die Folge einer fehlenden oder fehlerhaften Zielvereinbarung sein. Die Mitarbeiter wollen Ziele erreichen, die sich widersprechen. Die Führungskompetenz der Verantwortlichen ließ an diesem Punkt zu wünschen übrig.





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Bei einem klassischen Bewertungskonflikt hingegen liegt die Ursache in einer abweichenden Wahrnehmung der Mitarbeiter, z.B. weil grundsätzliche Informationen nicht einheitlich kommuniziert wurden. Der typische Maßnahmenkonflikt wiederum geht zurück auf die fehlende Absprache der Mitarbeiter im Vorfeld einer Maßnahme bzw. eines Projekts.

Short Method: Konfliktkompetenz für Führungskräfte


Was bei Konfliktanalysegesprächen zu beachten ist, wie Führungskräfte den aktuellen Stand des Konflikts im Konfliktverlauf erkennen und woran sie feststellen, zu welchen Verhaltensmustern die Konfliktparteien fähig und willig sind, beschreibt der Diplom-Psychologe Gunther Wolf in seiner Short Method. Die Möglichkeiten reichen von der Flucht einer Konfliktpartei bis hin zur Mediation als Konfliktlösung.

Weitere Informationen zum Thema Konfliktkompetenz für Führungskräfte erhalten Interessenten auf Anfrage gern beim Team des Kompetenz Center Konfliktmanagement.

Links:
 

13.04.2012

Konfliktherde frühzeitig eingrenzen

Das HR-Magazin der Job-Plattform monster widmet seinen Leitartikel im November 2011 ganz dem Thema Konflikte im beruflichen Kontext. Der gut lesbare Artikel verbindet Erkenntnisse aus der Konfliktforschung mit praxiserprobten Beispielen aus dem Beratungsalltag. Monster bietet seinen Lesern zudem drei hilfreiche Checklisten an, die zum kostenfreien Download zur Verfügung gestellt werden.

Konflikt ist nicht gleich Konflikt. Daher erfordern unterschiedliche Konflikttypen jeweils spezifische Lösungswege. Die Grundlagen eines erfolgreichen Konfliktmanagements sind ein möglichst frühzeitiges Erkennen schwelender Konfliktherde sowie eine treffsichere Analyse der vorliegenden Konfliktart.

Nachhaltiges und langfristig wirksames Konfliktmanagement zielt darauf ab, das Entstehen von Konfliktherden möglichst umfassend einzugrenzen. Wie sich ein konfliktarmes berufliches Umfeld gestalten lässt, erfährt der Leser anhand von Beispielen aus der Praxis der Konfliktberater.

Konfliktherde erkennen


Schwelende Konfliktherde frühzeitig zu erkennen bevor sie auflodern, erfordert gute Beobachtungsfähigkeiten. An welchen Anzeichen in der Kommunikation und im Verhalten von Personen verantwortungsbewusste Führungskräfte verborgene Konfliktherde erkennen können, vermittelt der Artikel anhand zahlreicher Beispiele.

Zudem werden unterschiedliche Konflikttypen auf der Sachebene und der Beziehungsebene vorgestellt mit dem Ziel, den Leser bei der Einordnung eines Konfliktherds zu unterstützen. Diese Analyse dient als Schlüssel für den passenden Weg zu einer Lösung. Ein rein sachbezogener Konflikt über die Zuteilung von Ressourcen erfordert beispielsweise gänzlich andere Lösungswege als ein Konflikt, der auf persönlichen Differenzen beruht.

Vorbeugen ist das beste Konfliktmanagement


Konflikte kosten Nerven, Zeit und Geld. Ziel der präventiven Aktivitäten des Konfliktmanagements im Unternehmen ist daher, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das wenig Potenzial für das Entstehen von Konfliktherden bietet. Offene Kommunikation, Klarheit in Aufgabenstellung und -verteilung sowie die richtige Mischung aus räumlicher Nähe und Distanz der Mitarbeiter eines Teams sind hier die vorbeugenden Mittel der Wahl.

Eine übersichtliche Auflistung von Rahmenbedingungen, die Konflikte begünstigen, enthält die Checkliste "Konfliktbegünstigende Umstände". Anhand dieser Checkliste können Führungskräfte überprüfen, welche kommunikativen und strukturellen Umstände in ihrem Unternehmen Konflikte fördern und konfliktbegrenzende Maßnahmen einleiten.

Checklisten Konfliktmanagement


Diese Checkliste sowie die Checkliste "Konfliktsymptome" und die Checkliste "Konflikttypen" stehen im Download-Bereich des Kompetenz Centers Konfliktmanagement kostenfrei zur Verfügung: Download Checklisten.

Die vollständige Version des Artikels "Tipps für das Konfliktmanagement" kann im Bereich "Veröffentlichungen" eingesehen und bei Bedarf auch ausgedruckt werden: Veröffentlichungen.